Alles ist anders –
wieder ganz bei sich sein

„Wir müssen anfangen, mehr über Trauer sprechen, denn das nimmt ihr den Schrecken.“

Trauer zu Hause

Ob ganz plötzlich oder schon lange Kommen sehen – in beiden Fällen sind die Betroffenen hilflos und hatten keine Kontrolle über das, was geschehen ist. Alles ist anders. Ein Schock, Verzweiflung, Wut oder Schuldzuweisungen sind die menschliche Folge. Keine Kontrolle zu haben, stürzt viele Menschen in Trauer oder eine Krise und nimmt ihnen die Kraft zum Leben. Womit habe ich das verdient? Warum tut es so weh? Wie soll ich das bloß schaffen? Es ist so unfair! Wichtig ist, die Trauer zuzulassen, denn sie kommt – manchmal sogar über Jahrzehnte verzögert.

Trauer heißt nicht unbedingt, dass es um den Tod eines liebgewonnen Menschen geht. Traurig können Menschen auch sein, wenn sie ungewollt loslassen müssen. Sei es durch eine Trennung, Scheidung oder den Umzug aus der gewohnten Umgebung. Trauer kann auch aufkommen, wenn etwas Neues angenommen werden muss, das sich die Betroffenen nicht selbst ausgesucht haben: eine chronische Krankheit oder das Kind des Partners aus einer früheren Beziehung.

Jeder Mensch entscheidet für sich, was ihn persönlich traurig macht. „Das ist doch kein Weltuntergang“ sagt der eine, wenn für den anderen die Welt zusammenbricht. Trauer ist ein so sensibles und umfängliches Thema, dass es sich nicht in eine Schublade stecken lässt. Es gibt keine Patentlösung bei Trauer. Und ebenso wenig gibt es die eine Methode, die Trauernden sofort hilft. Was einem Menschen wirklich hilft und was es braucht, um mit der Trauer gut leben zu können, entscheidet jeder Mensch für sich. Ich gehe deshalb individuell auf jeden meiner Klienten ein, denn nur so werde ich ihnen und ihrer Trauer gerecht.

In der bislang schwersten Zeit meines Lebens hätte ich ohne Tanja noch mehr den Boden unter den Füßen verloren. Sie hat mir mit ihrer Ruhe und Stärke, nach Verlust des Urvertrauens, Sicherheit vermittelt, die ich sonst niemandem abnehmen konnte. Wenn viele Menschen auf einen einreden, Mitleid und Verständnis erklären, war Tanja die absolut Einzige, der ich wirklich geglaubt habe, dass man schlechte Zeiten überstehen kann. Ich danke Dir!
Daniela R.